Klimaschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

Klimaschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

Gönül unterstreicht Wichtigkeit von klimaorientiertem Strukturwandel

Klimaschutz muss gerade in Zeiten von Corona weiterhin politische Priorität erhalten, fordert Reichelsheims Bürgermeisterkandidat Cenk Gönül. Die Konjunkturpakete von Bundesregierung und EU, die zu einem großen Teil in eine klimafreundliche Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur fließen sollen, sieht er als große Chance den klimaorientierten Strukturwandel voranzutreiben. Dies müsse jedoch lösungs- und bedarfsorientiert geschehen, für einen nachhaltigen Neustart in der Post-Corona-Ära.

„Der Klimaschutz darf nicht auf der Strecke bleiben“, erklärt Gönül. „Die aktuelle Corona-Krise hat uns die Fragilität unserer Umwelt aufgezeigt und die Zusammenhänge und Abhängigkeiten deutlich vor Augen geführt.“ So hätten die Corona-Beschränkungen und die damit verbundene radikale Einschränkung der Mobilität einen erheblichen Einfluss auf die Luftqualität weltweit gehabt. Der zeitweise Rückgang des Straßen- und des Luftverkehrs führten zu einem deutlichen Absinken der Schadstoffwerte. Gönül will daher die Transformation des Verkehrssektors in Reichelsheim voranbringen. Gerade im städtischen Raum werden seiner Ansicht nach innovative Mobilitätskonzepte benötigt.

Wichtige Punkte sind hierbei für ihn die E-Mobilität und die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes. Gönül fordert die Einführung des Programms „E-Autos für Reichelsheim“, das unter anderem den Ausbau der Ladestationen in Reichelsheim, freies Parken für E-Autos und eine sukzessive Umstellung des städtischen Fuhrparks auf E-Mobilität umfasst. Eine zentrale Koordinierungsstelle soll sich um Themen wie die Umsetzung der Radverkehrsförderung, Verkehrssicherheit, die Etablierung eines Fahrrad-Leihsystems, Abstellplätze für Fahrräder, Stadtradeln und ein erweitertes Radtourenprogramm in der Wetterau kümmern. So will Gönül die aktive Mobilität fördern. Gleichzeitig sollen die aktuellen Modelle der Personenbeförderung angepasst und mehr Bewegungsräume für Kinder und Senioren geschaffen werden. Ein betriebliches Mobilitätsmanagement, die Bündelung des innerstädtischen Lieferverkehrs und eine vernetzte Mobilität sind dabei für ihn unabdingbar.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt für Gönül auf dem Ausbau regenerativer Energien in Reichelsheim. Besonders im Einsatz moderner Photovoltaik- und Solarstromspeicheranlagen sieht er große Chancen. In Kooperation mit der Verbraucherzentrale Hessen sollen die Bürger zu den Einsatzmöglichkeiten geeigneter Solardächer und der Kopplung von Photovoltaik mit Dachbegrünung beraten werden. Hinzu kommen Informationskampagnen zur Energieeinsparung im Rahmen von Neubauten und Sanierungen.

Von links: Peter Römer, Cenk Gönül, Nico Kemmerzell, Kai Bahndorf

Ein großer Schritt auf diesem Weg soll der Beitritt zur Charta „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ sein, den die Freien Wähler in der nächsten Stadtverordnetenversammlung Ende August auf den Weg bringen wollen. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und senden darüber hinaus ein klares Signal an unsere Bürgerinnen und Bürger“, so Gönül. Mit den Maßnahmen im Rahmen des Bündnisses sollen der kommunale Energiebedarf gemindert, die Energieeffizienz erhöht, regenerative Energieträger verstärkt eingesetzt und die Treibhausgasemissionen vermindert werden. „Gleichzeitig können wir von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren und haben Zugriff auf die erhöhten Fördersätze bei kommunalen Klimaschutz- und Anpassungsprojekten sowie von kommunalen Informationsinitiativen.“

„Der Klimawandel wird ein Dauerproblem bleiben“, so Gönül. „Wir müssen zeigen, dass Klimaschutz erfolgreich funktionieren kann. Er muss ein Teil unseres Alltags werden.“ Er sieht es daher als essenziell an, dieses Thema in Bildung und Gesellschaft fest zu verankern. Mit regelmäßigen Projekten in Schulen und Kindertagesstätten, der Durchführung von Gemeinschaftsaktionen der Stadt sowie der Vergabe eines Umweltschutzpreises der Stadt Reichelsheim, möchte er ein stärkeres Bewusstsein für das Klima und die Umwelt schaffen. Bildungspartnerschaften mit den Naturschutzverbänden der Region sollen diesen Weg auch fachlich begleiten.

Umweltschutz und biologische Vielfalt müssen laut Gönül auch bei der zukünftigen Stadtentwicklung stärker berücksichtigt werden. Dies reicht von der nachhaltigen Pflege artenreicher Offenlandflächen bis zur Entwicklung und Durchführung von Beratungsangeboten zur naturnahen Gestaltung von privaten und gewerblichen Grünanlagen. Mit Ausstellungen zum Naturschutz und einer Informationskampagne zum Insektensterben und naturnahen Gärten sollen die Reichelsheimer Bürger für diese Themen sensibilisiert werden.

 

 

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