Informationen zum geplanten COVID-Testzentrum sind Mangelware

Müssen Tests mitten im Wohngebiet sein?

Informationen zum geplanten COVID-Testzentrum sind Mangelware

Die aktuellen Zahlen der Corona-Pandemie steigen auch in Hessen in den letzten Wochen wieder deutlich an. Daher sei es laut Bürgermeisterkandidat Cenk Gönül absolut zu begrüßen, dass in der Mitte der Wetterau jetzt ein Testzentrum etabliert werden soll. „Viele betroffene Bürgerinnen und Bürger mussten bisher endlose Wege gehen, bei denen sie zum Teil immer wieder vom Ostkreis nach Gießen weitergeschickt wurden“, so Gönül. „Mit der Festlegung auf unsere Stadt Reichelsheim wurde jetzt ein klarer Weg definiert, der es Betroffenen ermöglicht schnellstens Auskunft über eine mögliche Erkrankung zu erhalten.“ Dies diene in der Folge auch dem Schutz aller anderen im Umfeld des Erkrankten und helfe unnötige Quarantäne zu vermeiden.

Was Gönül jedoch bemängelt, sind die Informationspolitik sowie die Auswahl des Standorts im Gebäude der Alten Schule in der Florstädter Straße. „Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich bei der Entscheidung nicht mitgenommen“, kritisiert Gönül. Informationen seitens der Stadt zu den Auswahlkriterien des Standorts und den geplanten Vorkehrungen zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner seien Mangelware. Man müsse sich schon die Frage stellen, ob der Standort mitten im Wohngebiet wirklich sinnvoll sei.

Trotz der in diversen Veröffentlichungen dargestellten 30-Minuten-Zeitfenster für feste Termine, sehe er als Kenner der Lokalität und der Lage vor Ort noch Punkte, die geklärt und öffentlich gemacht werden müssten. Man wisse beispielsweise von bereits bestehenden Testzentren, dass der Druck zu wissen, ob man den Virus hat, sorgfältige Terminplanung sehr oft sprenge. Häufig sei der Andrang dann doch größer als geplant und die Betroffenen warteten auf der Straße bzw. vor dem Gebäude der Teststation auf ihren Termin.

Neben der Standortproblematik fordert Gönül Antworten auf Fragen zu den Öffnungszeiten und den Abläufen der Teststelle: „Mit welchen Einschränkungen müssen die nächsten Anwohner rechnen? Ab wann morgens und bis wann abends sowie an welchen Tagen muss mit Publikumsverkehr gerechnet werden? Und wo sollen die Patienten eigentlich parken, da es in unmittelbarer Nähe des nun definierten Gebäudes keine Parkplätze gibt?“ Über all diese Punkte müssten die Bürgerinnen und Bürger schnellstmöglich und umfassend informiert werden.