Integration ist keine Einbahnstraße

Integration ist keine Einbahnstraße

Ein aktives Miteinander für eine lebendige Gemeinschaft.

Rund die Hälfte aller Bundesbürger haben heute einen Migrationshintergrund. Die Integration der in Deutschland lebenden Zuwanderinnen und Zuwanderer ist daher eine der dringendsten Aufgaben der Landespolitik, aber auch auf kommunaler Ebene ist dies ein wichtiges Thema. „Ziel von Integration muss es sein,“ so Bürgermeisterkandidat Cenk Gönül, „alle Menschen aktiv in die Gesellschaft einzubeziehen, für ein respektvolles und bereicherndes Miteinander.“

Reichelsheim als Spiegelbild der Gesellschaft

Reichelsheim sei ein gutes Spiegelbild der deutschen Gesellschaft. In der Stadt und den dazugehörigen Ortsteilen wohnen aktuell rund 700 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus 64 Nationen. Davon leben viele schon in zweiter oder dritter Generation in Deutschland. Cenk Gönül, der selbst über einen Migrationshintergrund verfügt, ist der Ansicht, dass Integration keine Einbahnstraße ist, sondern ein wechselseitiger Prozess. Er fordert ein aktiveres Miteinander, geprägt vom gegenseitigen Respekt für die jeweiligen Kulturen.

 

Bindeglied zwischen den Kulturen

Integration bedeute nicht, dass man die eigenen kulturellen Werte oder die Religion aufgeben müsse. Ein wirkliches „Ankommen“ bedeute stattdessen das Leben in der Kultur der anderen, und Teil zu sein in unserer Gesellschaft, ohne dabei die eigenen kulturellen Wurzeln zu verdrängen. Gönül sieht sich hier als wichtiges Bindeglied zwischen den Kulturen. „Wir haben in Reichelsheim glücklicherweise nicht die Brennpunkte oder Probleme, die es andernorts gibt. Aber leider bringen sich noch viel zu wenige ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger aktiv in die kommunale Gemeinschaft ein.“

Gerade die lokalen Vereine leisteten hier bereits einen wichtigen Beitrag zur Integrationsarbeit. Es müssten aber noch mehr Möglichkeiten für den Austausch untereinander geschaffen werden. Dies könne beispielsweise über die Gründung von Kulturvereinen geschehen. Lokale Feste und Märkte sowie Kursangebote seien ebenfalls eine gute Möglichkeit, den eigenen Kulturkreis mit einzubringen. So werde der gegenseitige Austausch und auch die wechselseitige Akzeptanz gefördert.

Alle Neubürger miteinbeziehen

„Wenn man die Tür nicht aufmacht, kann man auch nicht reingehen“, so Gönül. „Wir haben in unserer Kommune so viele Talente und sollten daher das jeweils Andere als Bereicherung sehen.“ Dies gelte übrigens nicht nur für Bürger und Bürgerinnen mit Migrationshintergrund, sondern für alle, die nach Reichelsheim kämen. Eine Gemeinschaft sei nur so stark, wie ihre einzelnen Glieder, und so fordert Gönül von allen ein stärkeres Einbringen in die Kommune. Als Bürgermeister möchte er neue Aktivitäten und Strategien entwickeln, um das bürgerschaftliche Engagement vor Ort weiter zu unterstützen und zu fördern.

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